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Mallorca auf zwei Rädern erkunden

Mallorca hat für Jeden etwas zu bieten. Lange Strände, charmante Dörfer, eine sehenswerte Hauptstadt, quirlige Partymeilen, verschwiegene Buchten, atemberaubende Berge und viele herrliche Naturschönheiten. Genau aus diesem Grund sind es auch die unterschiedlichsten Aktivitäten, die das Inselleben so attraktiv machen. Eine ganz individuelle Alternative Mallorca zu erkunden, ist auch eine Tour mit dem Motorrad. Das gut ausgebaute Straßennetz und die hohe Dichte an Tankstellen und Servicebetrieben lassen Bikerherzen höher schlagen. Das milde Klima und das sonnig warme Wetter machen fast das ganze Jahr über spannende Erkundungstouren möglich und immer wieder entdeckt man verschwiegene Plätze und versteckte Orte, die man vorher noch nicht gesehen hat. Besonders schön ist die Insel zur Zeit der Mandelblüte, wenn in den Monaten von Januar bis März Mallorca von einem herrlich duftenden Blütenmeer bedeckt ist. Nicht alle verschwiegenen Strände sind mit dem Auto zu erreichen. Mit dem Bike oder einem Geländemotorrad ist man flexibler und kann auch unwegsame Strecken befahren. Einem entspannten Beach-Tag oder einem gemütlichen Picknick in einem idyllischen, abseits gelegenen Fleckchen Natur steht so nichts mehr im Wege. Auch kleine gemütliche Küstenstraßen lassen sich mit dem Motorrad wunderbar abfahren. Unterwegs laden kleine Fischerdörfchen zu einer kühlen Erfrischung ein. Zum gemütlichen Cruisen mit dem Bike oder dem Scooter bieten sich entspannte Touren durch das wunderschöne Tramuntanagebirge an. Der Kurvenspaß in den Bergen führt entlang beschaulicher Passstraßen, bei denen man bis auf 1.600 Meter gelangt. Immer wieder bieten sich atemberaubende Ausblicke auf das Meer und die Berglandschaft. Naturfreunde fahren durch schattenspendende Wälder oder aromatische Olivenhaine und kehren unterwegs in einer der hübschen kleinen Bodegas ein. Speziell für Biker haben zwei Deutsche eigens eine Bar für Motorradfreunde ins Leben gerufen. Die hübsch gestaltete Location liegt an der Straße nach Manacor und nennt sich „Los Ultimos Mohicanos“, „Die letzten Mohikaner“. Es ist im amerikanischen Stil eingerichtet, bietet American-Food und Drinks und rockige Livemusik. Am Wochenende sollte man die sehenswerten Tanz- und Showeinlagen an der Bar nicht verpassen. Wer kein eigenes Motorrad besitzt, muss auf eine abwechslungsreiche Biker Tour nicht verzichten. Überall auf der Insel gibt es Vermietungen von Bikes und Rollern. Hier erhält man auch oft gute Ausflugstipps.

Segeln an der Küste Mallorcas

Wer Mallorca einmal von einer ganz anderen Seite entdecken möchte, nämlich vom Meer aus, sollte die Segel setzen. Die Insel ist bei Segel-Fans besonders beliebt wegen der herrlichen Natur, den wildromantischen felsigen Buchten und der verträumten kleinen Stränden. Das durchweg milde Klima und die relativ ruhige See machen einen Segelausflug zum wahren Vergnügen und ist eine wunderbare Abwechslung. Während eines Törns kann man einige schöne Küstengebiete absegeln und die Insel von Hafen zu Hafen abfahren oder auch die gesamte Insel umrunden. Der Ausflug auf dem Wasser bietet atemberaubende Einblicke auf die Inselregion, die einem vom Land aus verwehrt bleiben. Doch nicht nur über dem Wasser gibt es viel zu sehen. Im Meer selbst tummeln sich manchmal auch Delfine, die die Boote begleiten und für schöne Fotomotive und unvergleichliche Momente sorgen. Natürlich ist bei einem Segeltörn auch ein Sprung ins türkisblaue Wasser eine herrliche Angelegenheit. Segeln auf eigene Faust – Buchten und Marinas auf Mallorca Beliebte Ziele für entspannte Segelausflüge sind die zahlreichen verschwiegenen Buchten, die vom Festland aus kaum zu erreichen sind. Eine davon ist die wunderschöne Cala Petita, an der nur wenige Boote anlegen können und die deswegen ein paradiesisches Kleinod für Wassernixen und Sonnenanbeter inmitten einer atemberaubend schönen Naturkulisse ist. Wer den Segelausflug mit einem kleinen Landausflug verbinden möchte und lieber gemütlich durch die engen Gässchen eines verschlafenen Örtchens schlendern möchte, dem sei die idyllische Naturbucht von Port de Sóller wärmstens empfohlen. Gleich am Pier des schönen Schutzhafens befinden sich zahlreiche landestypische Cafés, Bars, Terrassenlokale und kleinere Läden. Wer es lieber etwas lebendiger haben möchte, der geht in Puerto Andratx vor Anker. Eine besonders schöne Marina befindet sich natürlich in Palma. Rund um den Hafen der mallorquinischen Hauptstadt kann man zahlreiche Sehenswürdigkeiten erkunden und hinterher im Schein der Abendsonne in einem der gemütlichen Balnearios ein köstliches Glas spanischen Rotwein zu leckeren Tapas genießen. Von Palma aus empfiehlt sich auch eine Segeltour nach Porto Colom, der größten Naturbucht Mallorcas. Wer ein besonderes Naturschauspiel erleben möchte, dem sei ein Ausflug zum Hafen von Porto Cristo empfohlen, denn von der Bucht aus gelangt man direkt zu den bezaubernden Drachenhöhlen mit ihrem kristallklaren, unterirdischen See. Segeln mit einem Skipper – Unbekümmerter Törn für Jedermann Auch wer keinen Segelschein hat, muss keinesfalls auf den Segelspaß verzichten, denn es gibt auch die Möglichkeit, Segelboote mit einem erfahrenen Skipper anzumieten. Mit solch einem erfahrenen Kapitän an der Seite, kann man ganz entspannt die Küste Mallorcas erkunden. Er kümmert sich um die Navigation, während man an Deck der Segelyacht in der Sonne relaxen und die wunderschöne Landschaft genießen kann.

Mallorcas kunstvoll gearbeitete Türklopfer

Wie in vielen Mittelmeerregionen fallen auch auf Mallorca an vielen Häusern die hübschen und meist recht kunstvoll gearbeiteten Türklopfer auf. Man kann Sie an alten herrschaftlichen Herrenhäusern, sowie an ganz normalen historischen Stadthäusern finden. In der Regel ersetzten diese kleinen Schmuckstücke die Türglocke. Die Türklopfer sind in der Regel aus schwerem Material, wie Bronze, Eisen oder Schmiedeeisen gefertigt, um an den mächtigen alten Holztüren ein gut hörbares Klopfgeräusch zu erzeugen. Die Formen variieren. So gibt es filigran gearbeitete Symbole, Tiere, Figuren oder Formen an denen ein Eisenring hängt oder Türklopfer mit hammerförmigen Schlegel, die im Mittelalter zugleich als Türzieher verwendet wurden. Ein beliebtes Motiv ist auch ein Löwenmaul oder das Maul eines anderen Tieres in dem ein schwerer Ring angebracht ist. Auch Köpfe mit Gesichtern oder angsteinflößende Fratzen sind gelegentlich Motive der traditionellen Türklopfer, die von verrotteten Türen blinken. Auf Mallorca ist eine weit verbreitete Form der Türklopfer die Form einer Hand. Ofmals ist die Grundform sehr symmetrisch, wobei es keine große Rolle spielt, ob die Finger der Hand nach oben oder nach unten gerichtet sind. Hierbei handelt es sich um die symbolische Darstellung der Hand Fatimas, der man hauptsächlich an den Häusern in den südlichen Regionen Spaniens sowie in Nordafrika begegnet. Sie ist eigentlich ein traditionelles Symbol des islamischen Glaubens, das Schutz bieten soll, böse Geister abwehrt und den bösen Blick abhalten soll. Für die Bewohner des Hauses ist die Hand Fatimas außerdem ein Glückssymbol, das Segen und Kraft spenden soll. Ursprünglich im Mittelalter eingeführt, wurden in der Renaissance aus den Türklopfern echte kleine Kunstwerke, die genau wie die Machart und die Ausstattung der Türe selbst, den Reichtum sowie die gesellschaftliche Stellung des Hausbesitzers zur Zeit der Erbauung symbolisieren sollten. Man findet liebevoll polierte Varianten genauso wie uralte mit Patina besetzte Türklopfer an alten schweren Holztüren. Teils naturbelassen aber auch manchmal in den lautesten Farben knallbunt lackiert stechen diese kleinen Kunstobjekte ins Auge des Betrachters. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und die Gestaltungsmöglichkeiten sind unglaublich vielfältig. Und wer einmal darauf achtet, wird die originellsten Exemplare finden und mit der Zeit immer wieder unwillkürlich die Türen der Häuser nach interessanten Türklopfer-Motiven absuchen.

Ausflug zum Torre d’Albarca

Im Rahmen einer beschaulichen Küstenwanderung an der Steilküste der Cala des Matzoc lohnt sich ein Abstecher zum Torre d’Albarca, auch bekannt als „Es Matzoc“. Der trutzige Steinbau ist einer der 85 Türme entlang der Inselküste, die zur Beobachtung und zur Verteidigung gegen die Piraten auf Mallorca errichtet wurden. Anders als seine beiden Nachbartürme, der westlich gelegene Talaia Moreia und der Talaia de Son Jaumel auf der Südost-Seite, die beide aus dem 16. Jahrhundert stammen, wurde der Torre des Matzoc erst im Jahre 1751 errichtet. Der Bau wurde durch die Gemeinde Artà angeordnet, um den Kanal nach Menorca zu Zeit der damaligen dortigen Besatzung durch die Briten observieren zu können. Eine schöne, relativ leicht zu gehende Küstenwanderung führt zum Torre d’Albarca. Vom Parkplatz gelangt man rechts von der Bucht auf einem gut befestigten Weg durch ein hübsches duftendes Pinienwäldchen und über einen mit Steinmännchen gesäumten Pfad bis hinauf zum Wehrturm. Die ursprüngliche Bezeichnung des elf Meter hohen Wehrturmes lautet Turm San Fernando. Das Bauwerk ist kegelförmig gebaut und besteht aus zwei Geschossen und einer Geschützplattform. Anfangs befand sich der Eingang im oberen Stockwerk, nur durch eine Leiter zugänglich, die sicherheitshalber immer entfernt wurde, um feindlichen Angreifern den Zugang zu erschweren. Später wurde das untere Stockwerk um einen zweiten Eingang ergänzt. Das Erdgeschoss mit drei Räumen beherbergte das Pulvermagazin. Zur Geschützplattform gelangte man über eine Wendeltreppe. Heute kann man die Plattform des liebevoll restaurierten Torre d’Albarca über zwei Steintreppen und eine stabile Leiter erreichen. Die Verankerung der Leiter sollte allerdings vor dem Besteigen immer überprüft werden. Oben steht noch ein altes mit Patina überzogenes Kanonenrohr und auf einem Sockel eine antike Säule. Von hier oben hat man eine fantastische Aussicht über die gesamte Umgebung. In Richtung Nordwesten schweift der Blick über die schöne Talaia de Moreia und die Talaia d’Alcúdia. Weiter blickt man auf den Penya Roja auf der Halbinsel Sa Victòria und über das malerische Cap Pinar bis hin zum Cap Formentor. Außerdem kann man die herrliche Bergwelt der Halbinsel Ferrutx bewundern. Auch das winzige Inselchen Faralló d’Albarca, ein begehrter Brutplatz für Wasservögel, ist von hier auszumachen. Über das azurblaue Meer kann man vom Südwesten die Nachbarinsel Menorca mit ihrem höchsten Berg, den „El Toro“ erkennen.

Ein Besuch im Pueblo Español

Im westlichen Teil der Altstadt von Palma im Stadtviertel Son Españolet liegt das Pueblo Español, das spanische Dorf. Nur etwa 500 Meter vom Paseo Maritimo entfernt kann man ein eindrucksvolles Freilichtmuseum der besonderen Art besuchen. Hierbei handelt es sich um ein außergewöhnliches architektonisches Projekt mit originalgetreuen Nachbauten von bedeutenden spanischen Gebäuden in einem etwas kleineren Maßstab. Das Pueblo Español wurde in den 1960er Jahren vom Architekten Fernando Chueca Goitia entworfen, der es sich zum Ziel gesetzt hatte, die unterschiedlichen Baustile Spaniens in einem Dorf zu vereinen. Sein Vorhaben wurde erfolgreich in die Tat umgesetzt. Im Jahre 1965 starteten die Bauarbeiten und bereits im März 1967 konnte das spanische Dorf seine Pforten öffnen. Das historisch anmutende Gelände mit einer Fläche von etwa 26.000 Quadratmetern ist von einer Mauer und romantischen Gassen mit Kopfsteinpflaster umgeben und vollkommen verkehrsfrei. Wer hier zu Besuch kommt, der fühlt sich wie ins Mittelalter zurückversetzt. Tatsächlich finden sich hier allerdings die unterschiedlichsten Baustile wieder, die sich aber erstaunlich gut ergänzen ohne dass der eigentliche charakteristische Stil an sich verfremdet wird oder künstlich wirkt. Das Freiluftmuseum bietet seinen Besuchern zahlreiche Elemente aus muslimischer sowie zeitgenössischer Architektur. Hier wurden hunderte von spanischen Sehenswürdigkeiten nachgebaut. Spanienkenner werden unter anderem Gebäude aus Madrid, Barcelona oder Sevilla wiederfinden. So stehen hier unter anderem Nachbildungen des Hauses von El Greco in Toledo, der Kapelle von San Antonio oder des Patio de los Arrayanes de la Alahambra aus Granada. Doch die Gebäude stehen nicht nur als leere Hüllen zur Besichtigung offen. In einigen der berühmtesten Bauwerken Spaniens befinden sich gemütliche Cafés oder traditionelle Restaurants, in denen man das außergewöhnliche Flair dieses Dorfes bei einer kleinen Erfrischung so richtig in sich aufnehmen kann. Hier lässt man den Alltag vor den Toren zurück und genießt eine kleine Auszeit in einer Oase aus einer anderen Zeit. Auch einige Boutiquen, Souvenirshops und Kunsthandwerksbetriebe sind hier zu finden. Hier kann man zahlreiche originelle, selbst angefertigte Objekte und Andenken erstehen. Das Pueblo Español hält allerdings neben hübschen Fotomotiven, kulinarischen Genüssen und einer gemütlichen Dorf- und Marktatmosphäre noch weitere attraktive Angebote bereit. Es werden hier auch regelmäßig kulturelle Events, Tagungen, Folklorevorführungen und weitere Veranstaltungen abgehalten. Außerdem dient es als malerische Kulisse für einen alljährlich stattfindenden Weihnachtsmarkt.

Die Stauseen Cúber & Gorg Blau

Für Naturfreunde lohnt sich ein Ausflug zu den beiden Stauseen Gorg Blau und Embalse de Cúber. Die tiefblauen Seen liegen malerisch im wunderschönen Tramuntanagebirge, direkt unterhalb des 1.445 Meter hohen Gipfels des Puig Major. Für ambitionierte Kletterer ist dieses Gebiet ein beliebter Ausgangspunkt für den Aufstieg auf den höchsten Berg Mallorcas. Doch auch Wanderbegeisterte kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten, denn ein schöner Rundwanderweg führt um die beiden Stauseen herum. Bei der Wanderung durch die unberührte Natur, immer am Wasser entlang, kommt man sich fast vor als wäre man in den Alpen oder in Skandinavien. Es ist nicht nur der atemberaubende Blick über das Wasser und die majestätischen Bergwände, die jeden Besucher in ihren Bann ziehen werden, sondern auch die Vielfältigkeit der Flora und Fauna an den beiden Seen, die durch einen Kanal miteinander verbunden sind. Am Gorg Blau stoßen außerdem zwei unterschiedliche Vegetationszonen auf nur wenigen Höhenmetern aufeinander. Am Wasser kann man viele Tierarten beobachten. So sind hier Schafe, Kühe und wilde Esel beheimatet. Über den mächtigen Felsen ziehen Mönchsgeier und Rotmilane ihre Kreise. Der Rundweg lässt sich in etwa eineinhalb Stunden zurücklegen. Da es keine anstrengenden Steigungen gibt, eignet er sich auch für weniger geübte Wanderer oder für einen Familienausflug mit Kindern. Auch gibt es hier viele schöne Picknickmöglichkeiten. Etwas mehr Routine erfordert der Kletterpfad auf den Gipfel des Puig de l’Ofre. Von hier aus hat man einen atemberaubenden Blick über die herrliche Gebirgsregion. Unterwegs befindet sich eine Schutzhütte. Wer die rechte Abzweigung wählt, gelangt durch ein kleines Tor zu einem lauschigen Steineichenwald. Auf 750 Metern Höhe befindet sich der Cúber. Er ist der größte Stausee der Insel. Er wurde Ende der 1960er Jahre angelegt und konnte im Jahr 1972 erstmals geflutet werden. Einst gehörte dieses Gebiet zu einem riesigen Landgut. Im Kanal zwischen den beiden Seen fließt das überschüssig angesammelte Wasser des auf rund 1.000 Meter gelegenen Gorg Blau zum Cúber. Beide Seen dienen als Wasserspeicher für Mallorcas Inselhauptstadt. In den beiden Reservoirs ist übrigens auch Angeln möglich. Allerdings braucht man hierfür eine Sondergenehmigung, da dieses Gebiet unter Naturschutz steht. Wer hier, in dieser traumhaften Bergidylle gerne einmal Forellen oder Karpfen fangen möchte, kann sich an die Direccion General de Biodiversidad in Palma wenden.

La Reserva Puig de Galatzó

Für einen abwechslungsreichen Familienausflug auf Mallorca ist er besonders gut geeignet: der Natur- und Abenteuerpark La Reserva Puig de Galatzó auf dem gleichnamigen Berg am südwestlichen Ende des Tramuntanagebirges. Rund 20 Kilometer von Palma entfernt liegt das, auch unter dem Namen Park Reserva Aventur, bekannte Naturschutzgebiet. Auf hübsch angelegten Wanderwegen gibt es für Jung und Alt viel zu entdecken und zu erleben. La Reserva ist das Zuhause einer großen Vielzahl von Pflanzen und Tieren. Außerdem befinden sich hier atemberaubende Wasserfälle, bei denen man sich wunderbar erfrischen kann. Badesachen und festes Schuhwerk sollte man dabei haben, wenn man den malerischen, etwa 3,5 Kilometer langen Rundweg durch La Reserva gehen möchte. Gleich am Eingang erhält man eine übersichtliche Karte mit den Highlights, die unterwegs auf die Besucher warten. Der Fußpfad ist gut begehbar, auch wenn unterwegs Stufen einen barrierefreien Durchgang erschweren. Wer mit dem Kinderwagen unterwegs ist, sollte dies berücksichtigen. Unterwegs trifft man auf einige Tiergehege und freilaufende Tiere. Zu sehen sind unter anderem Braunbären, Pfauen, Hirsche, Emus sowie wilde Ziegen, die leichtfüßig und behände die steilen Felswände hoch und runter klettern, um an das frische Grün zu kommen. Durch einen schönen Wald über alte Köhlerpfade, vorbei an unzähligen Grotten und Höhlen, wunderschönen Wasserfällen und atemberaubenden Aussichtspunkten gelangt man zu einem großen Grillplatz auf dem man eine schöne Rast einlegen kann. Hier ist eine Bar, wo es Snacks und Erfrischungen gibt und auch ein Mittagessen serviert oder selbst gegrillt werden kann. Auf diesem Gelände gibt es auch ein kleines Ausflugsrestaurant, das leckere Kleinigkeiten und kühle Erfrischungen anbietet. Wer selbst kein Proviant dabei hat oder grillen möchte, kann hier Brot und rohes Fleisch kaufen und ein gemütliches Familienpicknick veranstalten. In der Sonne sowie im Schatten stehen zahlreiche großzügige Rastbänke und Tische zur Verfügung. Auf dem Rastplatz finden übrigens auch regelmäßig Greifvogel-Vorführungen statt. In den Gehegen rund um das Areal kann man zudem Falken, Eulen und weitere Greifvogelarten bestaunen. Der Park bietet außerdem eine Vielzahl von Outdoor-Aktivitäten für die großen und kleinen Besucher. Im angegliederten Abenteuerpfad, Aventur-Natur-Galatzó, hat man beispielsweise die Möglichkeit, an den Steilwänden zu klettern oder an einem speziellen Gleitseil, der sogenannten Tirolina, die bizarren Schluchten entlang zu schweben – ein besonderer Adrenalinkick für Abenteuerer. Die benötigte Ausrüstung dafür gibt es vor Ort.

Die Castellers von Mallorca

Castellers, das sind Leute, die bei besonderen Festlichkeiten auf Mallorca die beeindruckenden Menschenpyramiden bilden, die die Zuschauer immer wieder verblüffen. Bei den Castellers, das katalanische Wort für Burgen, stehen die Teilnehmer in mehreren Etagen auf den Schultern ihrer Unterleute, bis die gewünschte Höhe und Konstruktion erreicht ist. Besonders bei mallorquinischen Volksfesten, Partonatsfesten oder Jahrestagen sind die Gruppen der Castellers oftmals in Aktion zu bewundern. Die sogenannten Colles Castelleres wetteifern im Rahmen solcher Veranstaltungen, Diadas Castelleres genannt, sich im Aufbau und der Höhe ihrer Turme oft gegenseitig im wahrsten Sinne des Wortes zu übertrumpfen. Auf der Spitze eines jeden „Menschenturmes“ stehen meistens ein oder manchmal auch mehrere Kinder. Das Motto der Castellers lautet: „Força, equilibri, valor i seny“, was soviel bedeutet wie Kraft, Gleichgewicht, Mut und Gemeinschaftsgeist. Diese Begriffe stellen auch die Grundfesten dieser historischen Tradition dar. Begründet wurde das menschliche Turmbauen etwa im 17. bis 18 Jahrhundert in Katalonien. Die Ursprünge finden sich in alten Tänzen. Diese, meist religiösen Balls de Valencias, endeten damals, indem mehrere Tänzer aufeinander stiegen, um ein dramatisches Schlussbild zu kreieren. Später wurden diese Abschlussformationen dann eigenständige Rituale, die auch ohne Tanz aufgeführt wurden. Als Gründungsort der Castellers gilt die katalanische Stadt Valls. Die Tradition der menschlichen Türme wurde zum Symbol der Eigenständigkeit der Katalanen und ihrer Kultur und breitete sich schnell im ganzen Gebiet aus. Seit etwa Mitte der 1990er Jahre ist auch Mallorca der Schauplatz regelmäßiger Diadas Castelleres. Damals bildeten sich hier zwei Hauptgruppen, die seither stets um die atemberaubendsten Konstruktionen konkurrieren. Der Aufbau jeder Turmkonstruktion besteht immer aus drei festen Elementen, die allerdings je nach Anzahl der Personen variiert. Das Fundament bildet der Pinya, oder auch Zapfen, darüber folgen Stamm und Kuppel. Ganz unten steht immer der stärkste und kräftigste der Castellers. Auf den Schultern dieses Trägers, des Baixo, lastet das meiste Gewicht. Unterstützt wird er von weiteren Männern, die sich kreisförmig oder in Reihen um den Baixo formieren. Je nach Höhe des Turmes ist das Fundament in mehrere Reihen aufgeteilt, wobei die Arme und die Oberkörper jeweils zur Stabilisierung der Konstruktion dienen. Das zweite Element ist der Tronc, der Stamm des Turmes. Er wird dann in verschiedene Etagen aufgeteilt, bevor die Kuppel das Ende des Turmes bildet.

Wandern durch die Serra de Llevant bei Artà

Ein wahres Paradies für Naturliebhaber und Wanderfreunde ist der „Parc natural de la Península de Llevant“ im Nordosten Mallorcas. Das im Jahre 2001 zum Naturgebiet erklärte Reservat zeichnet sich durch seine außergewöhnliche Tier- und Pflanzenwelt aus. In der Nähe des Städtchens Artà, auf der Halbinsel des Llevant gibt es auf einem Areal von rund 17 Quadratkilometern eine ganz besondere Artenvielfalt zu entdecken. Insgesamt 13 Wanderwege unterschiedlicher Streckenlängen und Schwierigkeitsgrade durchziehen das Naturschutzgebiet. Am Eingang des Nationalparks gibt eine übersichtliche Infotafel einen Überblick über alle Routen. So hat man die Wahl zwischen Kurztouren für Gelegenheitswanderer von 550 Metern oder Tagestouren von einer Länge bis 19 Kilometern. Für Wanderprofis können im Sa Talaia Freda bis zu 565 Höhenmeter erklommen werden. Alle Wanderrouten sind sehr gut ausgeschildert und führen teils durch gebirgiges Gelände, niedriges Buschland mit Zwergpalmen und auch über den beschaulichen kleinen Strand von S’Arenalet des Verger. Sehr beliebt ist beispielsweise die Wanderroute entlang der Küste von der Bucht Cala Estreta Richtung Westen bis zum bekannten Roten Felsen. Vom Penya Roja führt ein kleiner Pfad zu den beiden Aussichtspunkten Talaia de Moreia und Sa Tudosa. Hier auf einer Höhe von rund 400 Metern hat man eine atemberaubende Aussicht über das glitzernde Mittelmeer, das Cap der Ferrutx und die Halbinsel de Llevant. Die Pflanzenwelt des „Parc natural de la Península de Llevant“ wird geprägt von weitem Buschland mit bis zu drei Meter hohen Gräsern. Außerdem wachsen hier duftende Oliven- und Mandelbäume sowie Alleppo-Kiefern und das seltene Balearische Johanniskraut, das nur auf Mallorca wächst. Das Besondere an diesem Nationalpark sind allerdings die vielen einheimischen Kleintiere, die man hier in freier Wildbahn beobachten kann. Dazu gehören unter anderem die Balearische Wechselkröte, die Schnikelschnecke oder der Höhlen-Pseudoskorpion. Manchmal trifft man in den Uferzonen des Nationalparks auch auf die seltenen Mittelmeerschildkröten, die sich in diesem Gebiet ausruhen. In der Stille dieser herrlichen Naturkulisse lässt es sich auch wunderbar Rast machen und die Seele baumeln lassen. Auch für Vogelbeobachtungen ist dieses Gebiet bestens geeignet. So trifft man bei Wanderungen auf zahlreiche Greifvögel, wie den Fischadler, den Zwergadler oder verschiedene Falkenarten die hier beschaulich ihre Kreise ziehen. Weiterhin erlebt man Korallenmöven, Kormorane oder Krähenscharben in ihrem natürlichem Lebensraum. Und auch die balearische Grasmücke ist hier zu finden.

Ein Besuch im romantischen Bergdorf Valldemossa

Im Nordwesten der Insel, inmitten der Serra de Tramuntana, liegt der beschauliche Ort Valldemossa. Das ursprüngliche Städtchen auf rund 400 Metern Höhe ist ein idyllisches Kleinod und birgt viele Sehenswürdigkeiten. Schon vor langer Zeit wurde Valldemossa wegen seines milden und heilsamen Klimas von den einstigen Herrschern geschätzt. Bereits König Jaume II. ließ sich dort einen Sommerpalast als Refugium des Rückzugs erbauen, der später von seinem Nachfolger Sancho I. weiter ausgebaut wurde – für den Asthmatiker ein idealer Kurort. Geprägt wird Valldemossa allerdings durch sein berühmtes Kartäuserkloster, das als Kartause bereits im Jahre 1399 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Nach einem umfangreichen Umbau ist die Kartause für Besucher zugänglich. Zu besichtigen sind neben typisch mallorquinischen Exponaten die Hinterlassenschaften des wohl prominentesten Besuchers der Stadt. Die Rede ist vom polnisch-französischen Komponisten Frédéric Chopin. Zusammen mit seiner Geliebten, der französischen Schriftstellerin George Sand, verbrachte er den Winter 1838/39 in Valldemossa. Die Autorin schrieb ihre Erinnerungen an die Reise in ihrem Roman „Ein Winter auf Mallorca“ nieder. Viele Besucher kommen nicht zuletzt deswegen in den Ort, um auf den Spuren Chopins zu wandeln. So steht hier unter anderem auch ein altes Klavier des Künstlers. Die Kartause ist heutzutage auch Schauplatz kultureller Veranstaltungen, wie beispielsweise Klavierkonzerte oder Folkloreabende. Sehenswert sind auch die alte Klosterapotheke sowie der wunderschön angelegte Klostergarten. Kunstliebhaber kommen im Museo Municipal auf ihre Kosten, denn dort sind Werke von Picasso und Miró ausgestellt. Das historische Städtchen Valldemossa ist außerdem der Geburtsort von Catalina Thomás, der berühmten Heiligen der Insel. Bei einem Bummel durch die charmante Innenstadt findet man überall aufwendig und liebevoll gestaltete Kacheln, die das Leben der Catalina abbilden. Ebenso einen Besuch wert ist die Pfarrkirche Sant Bartomeu mit dem historischen Glockenturm. Im Ortskern von Valldemossa fühlt man sich so, als wäre hier die Zeit stehengeblieben. Die romantischen, engen Gässchen mit ihren hübsch mit Blumen verzierten Häusern aus dem 16. Jahrhundert laden zum Schlendern ein und in den Straßencafés kann man wunderbar bei einer kleinen Erfrischung die Seele baumeln lassen. Auch Genießer werden in Valldemossa nicht zu kurz kommen. Zahlreiche Restaurants bringen den Besuchern auf kulinarische Art und Weise die Spezialitäten der mallorquinischen Küche näher. Nicht zu vergessen ist schließlich noch der bunte Wochenmarkt, der immer am Sonntag in Valldemossa stattfindet.