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Wanderung zur Cova Tancada

Für Wanderfreunde und Naturliebhaber bietet Mallorca unzählige schöne Touren, die zu den traumhaftesten Orten und sehenswertesten Plätzen führen. Besonders eindrucksvoll sind auch die vielen Höhlen, von denen sich rund 4.500 auf der Insel be finden. Oberirdisch und unterirdisch lässt sich so die Baleareninsel auf den wildromantischen Pfaden und Wegen erkunden. Unterwegs trifft man immer wieder auf hübsche Aussichtspunkte und sieht Mallorca mal aus einem anderen Blickwinkel. Als ein absoluter Geheimtipp für Wanderer gilt ein Ausflug zur Cova Tancada im Norden der Insel. Unter Touristen ist die einzigartige Tropfsteinhöhle in der Nähe von Alcúdia kaum bekannt, so dass man auf dem Wanderweg fast ausschließlich auf Einheimische treffen wird. Die Tour zur Höhle führt zunächst durch eine sanfte Hügellandschaft. Später ist Trittsicherheit erforderlich, da sich der Pfad steinig und steil in die Berge fortsetzt. Früher wurde der zumeist unbefestigte Weg vor allem von Schmugglern genutzt, die ihre Ware in der Höhle versteckten. Es gibt verschiedene Pfade für die Wanderung. Über den Camí de S’Alou erreichen Sie einen ausgeschilderten Parkplatz. Je nach Route ist der Weg mehr oder weniger gut befestigt. Er startet zunächst in einem beschaulichen Waldstück. Hier sind die Wege gut befestigt und auch für Amateur-Wanderer gut geeignet. Folgt man den Markierungen Richtung Meer, hat man einen atemberaubend schönen Blick aufs glitzernde Wasser und die Küstenregion. Etwa zwei bis drei Stunden sollte man für die Tour einplanen und dabei Wasser und ausreichend Proviant nicht vergessen. Auch festes Schuhwerk ist unbedingt erforderlich. Da die Cova Tancada an einer Klippe etwas über dem Meer liegt, sollte man zudem schwindelfrei sein. Über steinige Pfade und kleine Felsstufen gelangt man schließlich zum Höhleneingang, der zwischen Klippen verborgen liegt. Am Eingang befindet sich ein Vorsprung, von dem sich der Blick über die wunderschöne Bucht von Alcúdia öffnet. Wer mutig ist, kann von hier aus auch einen Sprung ins Meer wagen. Allerdings ist Vorsicht angesagt, da an manchen Tagen hier eine starke Strömung herrschen kann. Nun kann man über die Halle in die Höhle hinabsteigen. Die Höhle selbst ist in absolute Dunkelheit gehüllt. Für die Erkundung empfiehlt sich eine Stirnlampe, damit die Hände beim Klettern frei bleiben. In der Höhle befinden sich riesige Säulenwände und interessante geologische Formationen. Im Dunkeln geht es gemächlich voran, so dass man etwa 40 Minuten bis zum Ausgang braucht. Die Tour durch die Höhle sollte man nicht alleine unternehmen, denn falls man sich verirrt oder verletzt, ist es besser eine Begleitung dabei zu haben.

Das blaue Fenster – das Felsentor der Cala Varques

Ein sehenswertes Ausflugsziel und beliebtes Fotomotiv auf Mallorca ist die steinerne Brücke in der Nähe von Cala Falcó. Hier, im Südosten der Insel, befindet sich diese atemberaubende Felsformation in der Form einer Brücke, die über dem schimmernden blauen Meer thront. Das Gebiet um Manacor ist bekannt für seine Naturschönheiten. So gibt es rund um Cala Falcó hübsche, von bizarren Felsformationen eingerahmte, Meeresbuchten und zahlreiche Höhlensysteme mit mystischen unterirdischen Seen. Die Felsenbrücke gehört allerdings zu den Highlights in diesem wildromantischen und teils zerklüfteten Gelände. Schon von fern ist die natürlich entstandene Brücke auszumachen. Sie ragt majestätisch etwa 20 Meter über dem Meer und verbindet zwei Felsklippen miteinander. Die steinerne Bücke ist begehbar und kann im Rahmen einer abwechslungsreichen Wanderung entlang einer schönen Küstenroute erreicht werden. Neben der zerklüfteten Felsenlandschaft trifft man immer wieder auf duftende Pinienwälder und verschwiegene, idyllische Strände. Festes Schuhwerk, gute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sollte man mitbringen, wenn man sich auf den Weg zur Felsenbrücke machen möchte. Die Wander-Route führt über zahlreiche steile Felspassagen und manchmal führt der Pfad über kleine Felsbrocken und Geröll. Doch der Weg lohnt sich und auf der Strecke wird man immer wieder mit wunderschönen und malerischen Ausblicken belohnt. Von der Felsenbrücke aus blickt man direkt auf das strahlend blaue Meer, die romantischen Buchten und die herrliche Küstenlandschaft. Das natürliche Felsenband verläuft geradewegs durch die mächtige Steilküste und bietet einen unvergleichlichen Anblick. Deswegen wird die natürliche Brücke von den Mallorquinern auch gerne als das blaue Fenster bezeichnet. Solche Felsentore können sich nur unter ganz besonderen Naturbedingungen bilden. Hierbei ist besonders die Art des Gesteins von Bedeutung. Dazu kommt noch die besondere Form, die zusätzlich noch durch unterschiedliche Erosionsvorgänge ausgeprägt wird. So führen die Einwirkungen der natürlichen Kräfte von Wasser in Kombination mit Temperaturschwankungen und Schwerkraft dazu, dass sich solche Naturphänomene bilden können. Hinzu kommt noch die schleifende Wirkung von Sandkörnern, die im Laufe der Zeit den Stein formen und aushöhlen. Abseits von Touristenrummel und Bettenburgen findet man bei einer Wanderung zu diesem einzigartigen Naturphänomen das ursprüngliche Mallorca wieder. Naturliebhaber werden auf dieser Tour voll und ganz auf ihre Kosten kommen. Die steinerne Brücke von Cala Falcó ist ein Geheimtipp für alle Inselfans, die die herrliche Landschaft und die unberührte und wildromantische Seite Mallorcas erkunden möchten.

Das Kloster Santuari de Bonany

Auf dem Gipfel des Puig de Bonany liegt die malerische kleine Wallfahrtsanlage des Santuari de Bonany. Die herrlich verzierte Kapelle wird gerne auch als Kathedrale der Berge bezeichnet und bietet ein einzigartiges Panorama. Inmitten eines etwa 330 Hektar großen Naturschutzgebietes kann man von dieser idyllischen Klosteranlage bei gutem Wetter bis hinunter nach Manacor, Mallorcas zweitgrößter Stadt, blicken. Ein Ausflug dorthin lohnt sich nicht nur wegen des spektakulären Blicks, denn auch das Santuari selbst birgt einige sehenswerte Relikte. Wer gut zu Fuß ist, der kann den wunderschönen, gut beschilderten Wanderweg von Petra aus zum Kloster wandern. Auf der etwa 4 Kilometer langen Strecke durch eine herrliche Naturkulisse, bieten sich immer wieder zauberhafte Ausblicke über die atemberaubende Landschaft. Doch auch mit dem Auto ist das Kloster mühelos auf der Straße von Petra nach Felanitx, über eine beschauliche Serpentinenstraße, zu erreichen. Kurz vor dem Vorplatz der Ermita markiert ein steinernes Kreuz die Fundstelle an der, einer Überlieferung zufolge, eine Madonnenfigur gefunden und zu deren Ehren die hübsche Kapelle der Anlage gebaut wurde. Der Erzählung nach fand ein Schäfer die Holzstatue der Heiligen Jungfrau Mare de Déu de Bonany in einer Höhle nahe der Quelle „Font de la Mare de Déu ”. Den Namen „Bonany“ hat die Anlage bekommen, weil die heilige Statue nach einer langen Trockenperiode die Gebete der Menschen erhörte und endlich den ersehnten Regen brachte. Bonany steht für „Bon Any“, was soviel bedeutet, wie „gutes Jahr“. Vor dem Kloster befindet sich ein Brunnen mit wunderbar erfrischenden Quellwasser. Im Inneren der Kapelle fällt zunächst die hübsche Grottenkrippe auf, die in der linken Seite der Wand eingelassen wurde. Hinter dem Altar steht die Statue der besagten Regenmacherin, Mare de Déu de Bonany, die heute noch als beliebtes Wallfahrtsziel dient. In den Seitenarmen des Kreuzschiffs befinden sich weitere interessante Statuen, unter anderem die Figur Jesu Christi. Das Santuari de Bonany verfügt auch über eine einfache aber gemütliche Herberge, in der Wanderfreunde gern übernachten. Die Zimmer sind sehr preisgünstig und dienen als beliebter Ausgangspunkt für Touren auf den kilometerlangen Wegen rund um das Kloster. Bei der Anlage laden kleine Feuerstellen und schattige Plätze zum Picknick ein. Da es keine Verpflegungsmöglichkeiten gibt, sollte man sich sein Proviant selbst mitbringen.

Die Straußenfarm Artestruz bei Campos

Fast wie ein Kurztripp nach Afrika mutet ein Besuch der Straußenfarm Artestruz an. Wer diesen außergewöhnlichen Park in der Nähe von Campos besucht, wird viel erleben und erfahren. Inmitten einer steppenartigen Landschaft, die eine angenehme Weite und Ruhe ausstrahlt, findet man neben Straußen auch noch viele weitere außergewöhnliche Vogelarten. Ein Highlight nicht nur für die kleinen Besucher ist sicherlich der Ritt auf einem der etwa 150 Kilo schweren Riesenvögel. Speziell abgerichtete Tiere laufen mit einer rasanten Geschwindigkeit durch die eindrucksvolle Prairie-Kulisse. Obwohl er nur zwei Beine hat, kann ein Strauß prima mit einem Pony mithalten. 70 km/h sind keine Seltenheit. Für Kinder schaltet aber der etwa 2,50 Meter große Gigant einen Gang zurück und spaziert, begleitet von zwei Rangern, ganz gemächlich die Farm entlang. Der etwa 30 minütige Ritt ist zwar nicht ganz billig, wird aber ein unvergessliches Erlebnis bleiben. Für Kinder gibt es zum Abschluss der Tour ein Straußen-T-Shirt. Nur ein paar Euro hingegen kostet das Füttern der Strauße. Die exotischen Vögel können Unmengen an Futter fressen. Jeder gesponserte Futter-Beutel ist daher willkommen. Und es macht auch Spaß dabei zuzusehen, wie das Futter langsam in den langen Hälsen der Straußen hinunter rutscht. Ab und zu kommen auch verdauungsfördernde Steine dazu. Besonders imposant ist die Straußenfarm Artestruz in der Dämmerung. Um diese Zeit kann man die anmutigen Straußen-Tänze bewundern. Trotz der Größe und des Gewichts der Vögel muten die Tänze leicht und schwebend an. Diese Location ist ganz besonders geeignet um hier bei einem köstlichen Abendessen den romantischen mallorquinischen Sonnenuntergang zu erleben. Die Restaurant-Terrasse bietet leckere Köstlichkeiten. Unter anderem kann man hier als besondere Delikatesse einmal ein Straußenei probieren. Ein einziges Ei dieses Vogels entspricht einer Menge von sage und schreibe 2 Dutzend Hühnereiern. Dabei enthält es aber weniger Cholesterin als nur ein einziges davon. Auch Straußenfleisch wird angeboten. Wer möchte, kann hier sein eigenes Fleisch grillen. Zu guter Letzt sei noch der Artestruz-Shop erwähnt. Nicht ohne Grund verbirgt sich im Namen Artestruz das Wort „Arte“ für Kunst. Kunstvoll verarbeitete Taschen, Gürtel oder Schuhe aus Straußenleder kann man hier kaufen. Originell und außergewöhnlich sind auch die liebevoll gearbeiteten Lampen aus den Schalen der Straußeneier. Ob bunt verziert oder schlicht in mediterranen Fassungen, hier kann man bildhübsche Unikate erstehen. Straußenfarm ArtestruzPMV-6014 km 40Strasse von Llucmajor nach Ses Salines07630 Campos Tel.: +34 – 639 721 735 Website: www.artestruzmallorca.com.

Stand up Paddling – Trendsport für jedes Alter

Eine neue Trend-Sportart erobert die Insel. Stand up Paddeln oder kurz SUP ist ein Funsport, der für jede Altersklasse geeignet ist. Ausgerüstet mit einem Board und einem langen Paddel kann man Mallorca von Bucht zu Bucht erkunden. Man gelangt auf diese Weise an einsame Buchten und verschwiegene Strände, die von Land aus kaum zu erreichen sind. Die Sportart, die ihre Ursprünge in der Südsee hat, geht auf polynesische Fischer zurück, die auf einem Kanu stehend von Insel zu Insel paddelten. Anders als beim herkömmlichen Surfen geht es bei dieser Sportart weniger um Action und Schnelligkeit sondern um ein beschauliches auf dem Meer Dahingleiten und den damit verbundenen Naturgenuss. Stehend auf einer Art überdimensionalen Surfbrett, ist der Ausflug auf dem Meer ein herrliches Vergnügen. Neben Board und Paddel genügt es lediglich über einen durchschnittlichen Fitnessstand zu verfügen. Für Neueinsteiger ist es anfänglich ein wenig gewöhnungsbedürftig auf dem schwankenden Board die Balance zu finden, doch mit ein wenig Übung steht einer entspannten Tour entlang der malerischen Küste nichts mehr im Wege. Für Anfänger empfiehlt es sich, einen kleinen Einführungskurs zu belegen um die Grundzüge der SUP-Paddelei zu erlernen. Viele Surfschulen auf der Insel bieten daher 1- bis 2-stündige Einsteigerkurse unter der Leitung erfahrener Surflehrer an. Die Bretter sowie die Paddel kann man sich auch ausleihen, um erst einmal zu testen, ob man für diese Fun-Sportart auch wirklich geeignet ist. Die Bretter sind deutlich breiter als herkömmliche Surfbretter, was einen besseren Stand gewährleistet. Bei den Kursen lernt man, in welchem Winkel man das Paddel am besten ins Wasser tauchen sollte und wie man das Board manövrieren kann. Außerdem trainiert man den Gleichgewichtssinn um auf dem Board zu stehen. Verleihstationen für SUP Ausrüstungen findet man z.B. an der Bucht von Alcúdia, in Paguera, sowie in Porto Colom. Auch werden in den Feriengebieten Mallorcas geführte SUP-Touren angeboten. Mit geschulten Guides entdeckt man abgelegene und verschwiegene Buchten und lernt die Insel aus einer ganz neuen Perspektive kennen. Wer ein besonderes Abenteuer erleben will, der findet unter dem Namen Night SUP nächtliche Paddeltouren in Hafennähe. Auch zu therapeutischen Zwecken oder für gezielte Trainingseinheiten setzt sich das SUP mittlerweile durch. Hier werden auf Mallorca unter dem Namen Physio SUP diverse Kurse angeboten.

Mit dem Roten Blitz von Palma nach Sóller

Es gibt sicher schnellere Verbindungen zwischen Palma und Sóller, aber ganz sicher geht es kaum beschaulicher und nostalgischer als mit dem sogenannten Roten Blitz. Eine Fahrt mit dieser historischen Bahn gehört zu den Highlights auf Mallorca. Dabei sind die Wagen weder rot, noch fährt der Zug so schnell wie der Blitz. Ganz das Gegenteil ist nämlich eigentlich der Fall: die Bahn tuckert in einem eher gemütlichen Tempo durch die wunderschöne Landschaftskulisse zwischen Palma und Sóller. Für die rund 28 Kilometer lange Fahrt benötigt das sehenswerte Vehikel knapp eine Stunde Fahrzeit. Ganz gemächlich verlässt die uralte, elektrische Schmalspurbahn den Bahnhof an der Plaza España in Palma und macht sich ruckelnd auf den Weg nach Sóller. Bei dem außergewöhnlichen, nostalgischen Reiseerlebnis geht es vorbei an üppigen Olivenhainen, duftenden Mandelbaum-Plantagen und grasenden Schafherden. Besonders eindrucksvoll ist die Fahrt zur Zeit der Mandelblüte oder auch, wenn die Orangen blühen, denn dann erstrahlt das goldene Tal von Sóller in einer besonderen Farbenpracht. Während der Strecke durch die Ebene in Richtung Bunyola und durch die herrliche Gebirgslandschaft, passiert der Rote Blitz ganze 13 Tunnels mit einer Länge zwischen 33 Metern und knapp 3 Kilometern. Außerdem geht es über viele Brücken. Eine davon ist das eindrucksvolle 52 Meter lange Viaduct Cinc Ponts, dessen fünf Rundbögen eine Höhe von jeweils 8 Metern haben. Bereits seit dem Jahre 1912 verkehrt der Tren de Sóller oder auch Ferrocarril de Sóller, wie die Einheimischen ihn nennen. Das charmante Holzbähnchen wurde zunächst noch von einer Dampflok gezogen. Später, im Jahre 1927 wurde der Zug durch die Berliner Firma Siemens-Schuckert dann elektrifiziert. Noch heute sind einige der ursprünglichen, holzverkleideten Wägen im Einsatz. Damals diente die Bahn hauptsächlich für den Transport von Orangen aus dem fruchtbaren Tal von Sóller nach Palma. Diese konnten vorher nur per Eselskarren oder mit dem Schiff in die Hauptstadt geliefert werden. Der Weg durch das Tramuntanagebirge sparte viel Zeit. Noch heute bezeichnet man den Zug auch gerne noch als Orangenexpress. Der Begriff „Roter Blitz“ ist übrigens bei den Mallorquinern so gut wie gar nicht bekannt. In den alten Waggons sitzt man auf urigen Holzbänken oder in gemütlichen Ledersesseln. Fünfmal täglich fährt der Zug. Empfehlenswert ist die Fahrt um 10.40 Uhr, denn dann stoppt der Rote Blitz nochmals extra an einem schönen Aussichtspunkt.

Von Artà nach Lluc – Der Fernwanderweg GR 222

Für Wanderfreunde ist Mallorca ein wahres Eldorado. Das gut ausgebaute Streckennetz der Insel bietet Routen für jeden Geschmack und jedes Fitness-Level. Die abwechslungsreiche Flora und Fauna und die atemberaubende Landschaft lassen das Herz jedes Naturfreundes höher schlagen. Sicherlich ein Trekking-Highlight ist der Fernwanderweg GR 222 von Artà nach Lluc, der künftig die Serres de Llevant mit der Serra de Tramuntana verbindet. Die Wanderroute führt durch eine abwechslungsreiche Landschaftskulisse mit besonders sehenswerte Ortschaften, entlang der Küstenregion über das Dünengebiet bei Alcúdia bis in die Berge und bietet grandiose Panoramen. Der Fernwanderweg verfügt derzeit über rund 44 Kilometer erschlossene und gut markierte Routen von denen rund 37 Kilometer zum Hauptwanderweg gehören und 7 Kilometer eine Streckenvariante darstellen. Ist der Fernwanderweg erst einmal ganz erschlossen, so wird der GR 222 rund 135 Kilometer lang sein und über fünf verschiedene Etappen in fünf unterschiedlichen Varianten verfügen. Bereits jetzt sind Teilabschnitte folgender Etappen wanderbar: Etappe 1: Coll des Racó nach Cala Estreta Etappe 2: Platja de S’Arenalet d’Albarca nach Betlem Etappe 3: Colònia de Sant Pere nach Cases de Son Serra de Marina Etappe 4: Santa Margalida nach Inca (aktuell noch nicht fertig gestellt) Etappe 5: Caimari zum Monasteri de Lluc Außerdem ist eine Streckenvariante zwischen Son Serra der Marina und Can Picafort für Wanderfreunde offen. Neben der herrlich vielfältigen Naturlandschaft entdeckt man entlang des Fernwanderweges die für Mallorca typischen Trockenmauern, kommt vorbei an Brunnen, Mühlen und Schöpfrädern und durchquert die saftig grünen Anbaugebiete des Pla de Mallorca. Auch Sehenswürdigkeiten wurden in die Streckenführung mit integriert. So kann man beispielsweise die Festung Castell de Capdepera oder den Torre de Cala Matzocs, einen trutzigen Wehrturm bestaunen. Der Weg führt ebenso vorbei an der Ermita de Betlem und endet schließlich am Santuari de Lluc. Der GR 222 ist für Wanderfreunde jeden Fitness-Levels und jeder Kondition geeignet. Anfangs führt er durch die Berge bei Artà. Hier windet sich die Route mit sanften Steigungen bis auf eine Höhe von rund 383 Metern. Weiter gelangt man zur Küste, wo der Wanderweg entlang schöner Felsformationen und an entlegenen Strandabschnitten vorbei führt. Danach geht es durch die mallorquinische Ebene bis hinein in die Ausläufer des Tramuntanagebirges. Auf dem Coll de sa Batalla, hat man auf 578 Höhenmetern eine spektakuläre Aussicht.

Playa Sa Rápita – Weißer Traumstrand im Naturschutzgebiet

Im Süden der Insel, auf mehr als einem Kilometer Länge erstreckt sich der bezaubernde Strand Playa Sa Rápita. Hinter dem Hafen der Stadt Sa Rápita wird er am nordwestlichen Ende vom Yachthafen begrenzt. Wer den Strand besucht, sollte auch den sehenswerten Turm „Torre de Son Durí“ gesehen haben, der am Hafen zu bewundern ist. Der Playa Sa Rápita liegt in einem malerischen von Dünen gesäumten Naturschutzgebiet, welches im Hinterland von einem üppigen Kiefernwald begrenzt ist. Hier gibt es auch eine ganze Reihe wunderschöner Wanderwege. Zum Strand selbst gelangt man über den Yachtclub. Sicherlich zählt der weiße, feinsandige Strand zu den schönsten und längsten auf Mallorca. Außerdem liegt er inmitten einer natürlichen, typischen und unverbauten Naturkulisse. Dennoch hat man hier die Möglichkeit, zahlreichen Aktivitäten nachzugehen. Vor Ort bieten zwei renommierte Wassersportanbieter Surfkurse an. Auch Kurse für Kinder sind möglich. Daneben kann man Kanus und Jetskis leihen und auch Stand Up Paddling ist möglich. Neben einem Restaurant gibt es hier auch einen Imbiss sowie einen kleinen Supermarkt. Lifeguards sorgen für die Sicherheit der Strandgäste und auch Kinder können hier ganz unbekümmert schwimmen und planschen. Da der motorisierte Wassersport in seiner eigenen Zone stattfindet haben hier leidenschaftliche Schwimmer immer freie Bahn. Positiv ist auch, dass der Strand niemals extrem voll ist und man immer genügend Platz hat, relaxed zu Baden und zu Entspannen. Kurz vor dem Nachbarstrand Ses Covetes ist auch Nacktbaden erlaubt. Der Strand besticht durch sein internationales Flair, denn viele der Badegäste kommen von den Yachten des nahegelegenen Hafens. Der Playa Sa Rápita ist aufgrund seiner offenen internationalen Atmosphäre einer der attraktivsten Strände von Mallorca. Hier vereinigen sich Entspannung und wassersportliche Aktivitäten. Die Infrastruktur und das gute Angebot an Erfrischungen, Speisen und Getränken lässt keine Wünsche offen. Lediglich in der Hochsaison kann es zu Parkplatzengpässen kommen, die berücksichtigt werden sollten.

Mercat de l’Olivar in Palma

Mallorcas Märkte sind allseits beliebte Ausflugsziele. In authentischer mallorquinischer Atmosphäre kann man sich hier nach Lust und Laune mit frischem Obst, Gemüse oder Dingen des täglichen Gebrauchs eindecken. Ein besonders attraktives Ziel für Marktschwärmer ist sicherlich die größte Markthalle Palmas, der Mercat de l’Olivar. Mitten in der belebten Carrer de Sant Miquel, der pulsierenden Fußgängerzone der Hauptstadt, liegt die Placa de l‘ Olivar. Hier ist man genau richtig, wenn man auf der Suche nach frischen Lebensmitteln aller Art ist. Auf keinem anderen Markt der Insel bekommt man eine größere Auswahl an frischen Meeresfrüchten und die Palette der weiteren kulinarischen Spezialitäten ist wirklich bemerkenswert. Doch hier wird nicht nur flaniert und eingekauft, sondern man kommt hierher um sich zu treffen und genussvolle Momente in bunter Markt-Atmosphäre zu verbringen. Seit nunmehr über 60 Jahren ist der Mercat de l’Olivar ein Dreh- und Angelpunkt für Genießer und Liebhaber besonderer Gaumenfreuden. Lebhaft und bunt geht es hier zu. Feinschmecker, Hausfrauen, Köche und Gastronomen sind hier anzutreffen. Sie machen Ihre regelmäßigen Einkäufe und suchen nach kulinarischen Besonderheiten oder neuen Angeboten. Die riesige Markthalle erstreckt sich über zwei Hauptbereiche. Im vorderen Teil findet man eine atemberaubende Auswahl an Obst, Gemüse, Käse, Wurst und Fleischprodukten, während der großzügige Fischmarkt im hinteren Teil angesiedelt ist. Rund 120 Stände bieten alles was das Feinschmecker-Herz begehrt. Neben farbenfrohem Obst und Gemüse und der unglaublichen Auswahl an frischem Fisch aller Art, locken zahlreiche Stände mit Tapas, großen Schinken und leckeren Sobrassadas. Natürlich kann man hier auch wunderbar verweilen und den ein oder anderen leckeren Snack zu sich nehmen. Auf dem Fischmarkt werden Liebhaber von Meeresfrüchten voll und ganz auf ihre Kosten kommen. Hier genießt man Leckeres von Sushi Ständen oder schlürft köstliche Austern an der edlen Austernbar. Dazu ein kühles Glas Weißwein und der Imbiss wird genussvoll abgerundet. In der Gemüse- und der Fleischmarkthalle warten weitere kleine Bars und gemütliche Lokale auf die Gäste. Von hier aus kann man bei einem leckeren Häppchen wunderbar das bunte Markttreiben beobachten und die Seele baumeln lassen. Eröffnet wurde die Markthalle des Mercat de l’Olivar bereits im Jahre 1951. 2003 erfolgte dann eine Komplettsanierung. Neben dem Markt befinden sich hier außerdem noch eine hübsche Einkaufspassage sowie eine Tiefgarage.

La Gordiola – Die Kunst der Glasbläserei

Die Glasbläserei La Gordiola in Algaida zählt zu einem der beliebtesten Ausflugszielen auf Mallorca. Und wirklich ist es sehr interessant, dabei zuzusehen, wie die schönen und äußerst fragilen Glasbläserarbeiten dort hergestellt werden. Faszinierend ist es, wie das eben noch im glühend heißen Brennofen geschmolzene Material in Minutenschnelle zu bunten Weingläsern, hübschen Vasen und Figuren oder kunstvollen Lampenteilen verarbeitet wird. Schon um etwa 600 v. Chr. wurden auf Mallorca hochwertige Glaswaren produziert. Es waren die Phönizier, die damit begannen, Glas in den unterschiedlichsten Formen herzustellen. Damals wurde das flüssige Rohmaterial allerdings noch in fertige Tonformen gegossen. Historische Funde aus der Gegend um Alcúdia zeugen davon, dass später die Römer das Wissen rund um die zerbrechlichen Güter übernommen haben. Und auch die Araber verstanden sich in der Kunst der Glasherstellung. Sie verwendeten vorzugsweise grünes Glas, nach der Farbe des Propheten. Schon damals entstanden besonders filigrane und verschnörkelte Formen, die sogar teilweise noch nach der Wiedereroberung durch die Christen beibehalten wurden. Diese Jahrtausende alte Tradition der Glasbläserei, wird bei La Gordiola meisterhaft fortgeführt. Die Glasbläser benutzen ein Metallrohr, eine sogenannte Canya, um die noch glühende Masse aus dem Feuer zu holen. Nun wird diese tatsächlich wie ein kleiner Ballon aufgeblasen. Danach wird das zähflüssige Gebilde mit speziellen Zangen in seine gewünschte Form gebracht. Das muss zügig geschehen, denn das Material kühlt schnell ab und lässt sich dann nicht mehr bearbeiten. Zum Schluss wird das fertige Glasprodukt mit dem Tallant, einem scharfen Messer, vom Rohr abgeschnitten und im Wasser ausgekühlt. Früher wurde noch mit Holz und später mit Öl befeuert. Heute schmilzt das Glas, nach Farben getrennt, in einem speziellen Gasofen bei rund 1.200° Celsius. Gegründet wurde die Glasmanufaktur La Gordiola in Algaida im Jahre 1719 von dem katalanischen Glashändler Gordiola und dem Glasbläser Blas Rigal. Während Rigal für den Bau des Brennofens zuständig war, finanzierte Gordiola das Projekt. Damals wurden vorwiegend Elemente der traditionellen Glasbläserkunst aus Venedig verarbeitet. Im Jahre 1790 veröffentlichte Gordiola seinen ersten Katalog über besonders schön gearbeitete Kronleuchter und Lüster. Seine Vision: Diese sollten die Paläste der europäischen Herrscher erleuchten. Auch in Palma befinden sich heute noch zwei weitere Glasbläsereien. Die Betriebe stellen vorwiegend Produkte für Firmen oder Auftragsarbeiten für Privatpersonen her. In den angeschlossenen Shops kann man aber auch sein ganz persönliches Souvenir kaufen.